Galerie Boisserée
Current Exhibitions
WE ARE THERE FOR YOU!
We are excited to announce our upcoming exhibition (opening on Friday 4th of September 2026) "BERNAR VENET – Selected prints, works on paper and sculptures"
We are very much looking forward to your visit.
You are also invited to take a glance at our 3D-Galleries,
at our website and to leaf through our online catalogues.
Exhibition catalogue "BERNAR VENET – Selected prints, works on paper and sculptures":
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"I think an artist should never have a sense of a work
before they start to make it art.
We have to be adventurous and just try,
allowing our personality to take over."
Bernar Venet
Bernar Venet
(geb. 1941 Château-Arnoux)
"Four Indeterminate Lines"
Farbradierung in unterschiedlichen Techniken 2014
117 x 159,3 cm, Pr. 96,2 x 141,4 cm
sign. num. bet.
Auflage 50, gesamt 68 Exemplare
[28500]
On the occasion of "DüSSELDORF COLOGNE OPEN GALLERIES 2026"
(04.09–06.09.2026)
04.09.–17.10.2026
BERNAR VENET
(born in Château-Arnoux 1941)
– Selected prints, works on paper and sculptures
Bernar Venet
(geb. 1941 Château-Arnoux)
"Acute Angles - Disorder"
Radierung mit Polymergravur, Photoätzung und Kaltnadel 2021
95 x 104,5 cm, Pr. 75,5 x 87,5 cm
sign. num. bet.
Auflage 40, gesamt 50 Exemplare
[26734]

Bernar Venet
(geb. 1941 Château-Arnoux)
"Effondrement: Angles"
Stahl mit Patina 2014
24,5 x 105 x 111 cm
[28452]
We cordially invite you and your friends to our opening
on Friday, the 4th of September 2026, at 6:30 p.m.
The exhibition will be accompanied by a fully illustrated catalogue (100 pages, a text by Prof. Dr. h.c. Walter Smerling, Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn, Euro 10).
You also have the possibility to leaf through the cataloque (PDF) virtually here.

Bernar Venet vor der Skulptur "Effondrement: 200 tonnes", 2015,
Le Muy, Frankreich © Photo: Jerome Cavaliere

Special opening hours during
"DüSSELDORF COLOGNE OPEN GALLERIES 2026":
Friday 4 September 2026 6 p.m.–9 p.m.
Saturday 5 September 2026 1 p.m.–7 p.m.
Sunday 6 September 2026 1 p.m.–5 p.m.

Bernar Venet
(geb. 1941 Château-Arnoux)
"Combinaison alétoire de lignes indetéterminées"
Blatt 3 aus der Folge von 10 Siebdrucken
Siebdruck mit Ölstift von Hand übergangen 2022
109,7 x 73,5 cm
sign. num.
Auflage 20, gesamt 29 Exemplare
[28523]

Ausstellungsansicht der vollständigen Folge von 10 Siebdrucken,
Siebdruck mit Ölstift von Hand übergangen 2022, ca. à 110 x 73,5 cm, sign., num.,
Auflage 20, gesamt 29 Exemplare; Installation: Le Muy, Frankreich 2022
© Photo: Jerome Cavaliere, courtesy of the artist © Bernar Venet, VG BILD-KUNST, Bonn 2026
Bernar Venet
(geb. 1941 Château-Arnoux)
"Angles"
Blatt 1 aus der Folge von 10 Siebdrucken
Siebdruck mit Ölstift von Hand übergangen 2022
109,5 x 74 cm
sign. num.
Auflage 20, gesamt 29 Exemplare
[28521]
BERNAR VENET - was für ein Künstler.
Er beherrscht und verbindet die unterschiedlichsten Disziplinen der Kunst. So machen seine Zeichnungen die Präsenz seiner Skulpturen sichtbar und in seinen Skulpturen wird das Wesen der Zeichnung evident. Die Blätter tragen die Energie der Skulpturen in sich, als hätte der Raum sie bereits aufgenommen. So wird das Zeichnen selbst zum Akt der Bildhauerei. In seinen Zeichnungen, in seinen geometrischen Darstellungen pulsiert etwas, das über die Linie hinausgeht. Es sind Denkbewegungen, tastende Entscheidungen, ein Ringen mit dem Unbestimmten. Man sieht nicht nur, man spürt, wie die Skulptur entsteht. Fast wie ein Flüstern, das Form annimmt. Seine Zeichnungen, seine Blätter sind Versprechen und Erfüllung zugleich. Zerbrechlich im Material, kraftvoll in der Wirkung. Sie laden uns ein, Zeuge zu werden, nicht nur des Ergebnisses, sondern des Werdens selbst. Und genau darin liegt ihre stille Wucht. Seine Skulpturen sind ohne Zeichnung, ohne Berechnung, ohne das Zusammenwirken von Natur, Wissenschaft und Kunst - nicht denkbar.
Venet konstruiert wie ein Ingenieur und staunt wie ein Naturforscher. Er triumphiert wie ein Ästhet über Form und Wirkung. Seine monumentalen Stahlbögen folgen anfangs klaren Berechnungen doch dann übernimmt die Schwerkraft. Da beginnt das Material mitzuschreiben. In diesem Zusammenspiel aus strenger Ordnung und sanfter Unberechenbarkeit liegt die Poesie seiner Kunst - es ist ein ständiges austarieren zwischen menschlicher Idee und Naturgesetz. Fast so, als würde die Welt selbst am Kunstwerk mit schaffen. Venet gehört zu den wenigen Künstlern, die keine Grenzen zwischen den Disziplinen ziehen. Kunst, Mathematik, Physik und Ingenieurskunst sind für ihn keine getrennten Welten, sondern verschiedene Sprachen ein und derselben Neugier. Stahl ist bei ihm kein starkes Material, sondern etwas Lebendiges, dass auf Druck, auf Schwerkraft und auf den Raum reagiert. Vielleicht liegt darin die eigentliche Poesie seiner Arbeiten. Sie erinnern an Bewegungen, die wir aus der Natur kennen: an Flussläufe, an Äste im Wind. Seine Skulpturen laden uns ein, die Präzision nicht als das Ende des Geheimnisses zu sehen, sondern als seinen Anfang. Wer vor einem seiner Werke steht, sieht deshalb nicht nur Stahl. Er sieht eine Haltung zur Welt, die Überzeugung, dass Denken und Staunen, Vernunft und Imagination, Natur und Kunst zusammengehören. Man schaut auf seine gewaltigen Stahlbögen und denkt im ersten Moment an etwas Spielerisches, fast Flüchtiges als ob ein Bleistift Linien in die Luft gezeichnet hat, und dann steht man davor und spürt das Gewicht. Aus Masse wird Leichtigkeit, aus Stahl wird Zeichnung und vielleicht ist das kein formaler Zufall, sondern tief mit seiner Person verbunden. Er selbst wirkt nicht wie jemand, der sich hinter der Schwere seiner Werke versteckt. Seine Materialien heißen nicht alleine Stahl, sondern ebenso Mathematik, Physik und der Dialog mit Natur und doch entsteht aus diesem strengen Vokabular etwas zutiefst Poetisches.
Tonnenschwere Stahlbögen erscheinen wie mit Leichtigkeit gezeichnete Linien. Dieses Paradox ist keine Illusion. Venet selbst verkörpert genau diese Leichtigkeit. Wer ihm begegnet, spürt Neugier, Scham, Optimismus, keine Schwere, kein Pathos. Seine Skulpturen erzählen genau davon. Sie sind monumental, aber sie drängen sich nicht auf.
Sie laden ein, Räume wahrzunehmen und Gewissheiten zu hinterfragen. Große Kunst verändert nicht die Naturgesetze, aber sie verändert den Blick, mit dem wir die Welt sehen.
Bei Venet heißt das, wir sehen Stahl und denken an eine Zeichnung oder an ein Objekt, das sich tänzelnd im Raum oder auf der Erde bewegt. Wir erwarten Masse und erleben Leichtigkeit. Vielleicht ist das die eigentliche Größe seiner Kunst. Sie macht uns leichter, ohne oberflächlich zu sein.
Bei Venet erzeugen die Öffnungen und Blickachsen seiner Skulpturen keine Bühnen für die Welt dahinter. Himmel, Landschaften, Architektur werden Teile des Kunstwerks. Er rahmt nicht um abzuschließen, sondern um zu öffnen. Plötzlich bemerkt man Proportionen, Übergänge und sogar das Alltägliche anders, fast so, als würde der Stahl uns beibringen, neu zu sehen. Diese Durchblicke sind keine Nebensache. Sie sind eine stille Einladung, die Welt mit wachem Blick zu betrachten. Ich glaube, das ist wirklich ein Kernpunkt bei Venet. Seine Skulpturen sind nicht einfach Objekte im Raum. Sie sind regelrechte Wahrnehmungsinstrumente. Sie beanspruchen die Umgebung nicht, sie aktivieren sie. Plötzlich wirkt Landschaft komponiert, Architektur erscheint leicht, selbst das Funktionale offenbart eine unerwartete Schönheit. Es zeigt uns, dass Sehen kein passiver Akt ist, sondern ein schöpferischer Akt - von beiden Partnern, dem Künstler und dem Betrachter.
Es mag überraschen, dass Venet enge Beziehungen zwischen seinem und dem Werk von Rubens sieht. Die Antwort ist überzeugend:
"... wie ich die Kraft, das gewaltige Ausmaß, den Horizont und das Wirbeln all dieser ungewollten Körper mag. Ich sehe dieselben zufälligen Kombinationen unbestimmter Linien, die auch in meinen eigenen Skulpturen zu finden sind."
Walter Smerling, 2026
(aus dem Ausstellungskatalog)

Bernar Venet
(geb. 1941 Château-Arnoux)
"Vertical Disorder: 12 Arcs"
gewalzter Stahl mit schwarzer Patina 2026
109,5 x 55 x 45 cm
[28456]
Please see the works from the exhibition here.
Upcoming Exhibitions
05.11.–08.11.2026
Participation
ART COLOGNE 2026
koelnmesse




Andy Warhol
(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)
"Beethoven"
komplette Folge der 4 Farbvarianten
Farbsiebdrucke 1987
101,6 x 101,6 cm
num.
Auflage 105 Exemplare
Feldman/Schellmann II.390 - II.393
[28008]




