Georg Baselitz
(geb. 1938 in Deutschbaselitz)
"Moderner Maler (Remix)"
Aquarell und Pinsel in Tusche auf Papier 2007
66,5 x 50,5 cm
sign. dat.
[28029]
"I never understood graphic art in terms of reproduction.
That never interested me. I understood it only as a clarification of a form
developed in paintings or drawings through additional analysis,
an analysis connected with the technique of graphic art."
Georg Baselitz
Georg Baselitz
(geb. 1938 in Deutschbaselitz)
"Moderner Maler (Remix)"
Aquarell und Pinsel in Tusche auf Papier 2007
66,5 x 50,5 cm
sign. dat.
[28029]
On the occasion of "DüSSELDORF COLOGNE OPEN GALLERIES 2025"
(05.09–07.09.2025)
and 70 years of Galerie Boisserée in Drususgasse 7-11 in Cologne
GEORG BASELITZ
(born in Deutschbaselitz 1938)
"Der Hirte" – Selected works on paper and from the graphic uvre
Georg Baselitz
(geb. 1938 in Deutschbaselitz)
"Acht Steine"
Farbholzschnitt 1991/92
104,5 x 76,5 cm, Abb. 100 x 70 cm
sign. dat. bez.
Auflage ca. 35 Exemplare
Mason l Gretenkort 868
[28065]
We cordially invite you and your friends to our opening
on Friday, the 5th of September 2025, at 6:30 p.m.
Guest speaker:
Kay Heymer, curator, Stiftung für Kunst und Kultur e.V., Bonn
The exhibition will be accompanied by a fully illustrated catalogue (156 pages, Euro 10).
You also have the possibility to leaf through the cataloque (PDF) virtually here.
Special opening hours during
"DüSSELDORF COLOGNE OPEN GALLERIES 2025":
Friday 5 September 2025 6 p.m.–9 p.m.
Saturday 6 September 2025 1 p.m.–7 p.m.
Sunday 7 September 2025 1 p.m.–5 p.m.
Georg Baselitz
(geb. 1938 in Deutschbaselitz)
ohne Titel
Linolcut (no edition) 2002
228 x 169,5 cm, Abb. 202 x 148,5 cm
sign. dat. bez.
[27373]

Georg Baselitz während der Arbeit an einem Linolschnitt
im Atelier Schloß Derneburg, 1999 (Photo: Elke Baselitz)
GEORG BASELITZ
Die Kraft der Linie
Für Georg Baselitz ist das Motiv nur ein weiteres Mittel für die Erfindung von Bildern. Er ist einer der wichtigsten Vertreter der wohl ersten Künstlergeneration,
für die es keinen Gegensatz zwischen abstrakt und figürlich mehr gibt. Baselitz hat das in seiner Kunst regelmäßig demonstriert, indem er figürlich
zu lesende Motive zerschnitten, zerfetzt, zermanscht, zerstört hat. Er war nie ein Erzähler, seine Bildgegenstände sind immer suspendiert. Inhalte werden
in Frage gestellt, entwertet. Im Vordergrund seiner Kunst stand immer das Tun – das Malen, Zeichnen, Sägen, Hauen (in seinen Skulpturen brachte Baselitz
den Begriff des Bildhauers auf eine Weise auf den Punkt wie kein anderer), Kratzen, Ritzen, Kleckern, Schütten ... Der gegenstrebige Charakter von Baselitz zeigt
sich nicht allein in seiner gebrochenen Beziehung zur sichtbaren Welt und ihren Motiven. Auch wenn es um die technischen Voraussetzungen geht, gibt es immer einen Haken.
Baselitz reizt oft die Techniken aus, geht über das Machbare hinaus und nimmt Unmögliches in Angriff. Baselitz hat immer gegen seine Talentlosigkeit angemalt
und gezeichnet – Talentlosigkeit im Sinne einer technischen Beherrschung naturalistischer Darstellungsformen. Das Bild, die Zeichnung, die Skulptur, die Druckgrafik
steht zunächst einmal nur für sich selbst. Der Kopfstand der Bildmotive, für den Baselitz ebenso berühmt wie berüchtigt wurde, ist nur eine
von zahlreichen Methoden, die der Künstler einsetzte, um die Autonomie des Kunstwerks, seine Eigenwilligkeit, seine Einmaligkeit zu unterstreichen und sichtbar zu machen.
Zur großen Qualität der Kunst von Georg Baselitz gehört die Materialgerechtigkeit – ein Verhältnis zum gewählten Material, mit dem seine
Eigenarten und seine Unverwechselbarkeit zum Vorschein tritt. Seine Malerei ist malerisch, seine Skulpturen sind skulptural, seine Druckgrafik ist grafisch. Dabei überwindet
er regelmäßig die Möglichkeiten der Technik und arbeitet immer wieder gegen sie. So entstehen etwa Linolschnitte in monumentalem Format (1979) oder Skulpturen,
deren Modellierung nach innen ins Holz gegraben wird. Auch im Medium der verschiedenen druckgrafischen Techniken fällt auf, wie er die spezifischen Anforderungen etwa
im Holzschnitt souverän beherrscht und an ihre Grenzen führt.
Georg Baselitz ist ein peintre-graveur, und er hat seit seinen ersten grafischen Versuchen im Jahr 1963 mehr als 1000 grafische Werke geschaffen – in den
unterschiedlichen Techniken des Tiefdrucks, des Hochdrucks und des Flachdrucks. In die Technik der Druckgrafik ist eine Verkehrung eingeschrieben, die dem Kopfstand
der Bildmotive bei Baselitz ähnelt und die seine Sympathie für Druckgrafik sicher gefördert hat: Im Abdruck erscheint das in die Platte geritzte oder
auf den Stock gezeichnete Bild spiegelverkehrt. Mit dieser Verkehrung beginnen die zahllosen Schwierigkeiten, technischen Probleme und Varianten, dank derer die Druckgrafik
erst interessant wird. Baselitz hat sich schon früh dafür begeistert – er begann während seines Stipendiums in der Villa Romana 1965 in Florenz damit,
manieristische Druckgrafik des 15.-16. Jahrhunderts zu sammeln. Er verschaffte damit Künstlern wie Antonio Fantuzzi, Juste de Juste, Bartholomäus Spranger,
Jaques Bellange neue Aufmerksamkeit und ein neues Publikum. Heute ist seine Sammlung einer der bedeutendsten Bestände dieser Art in privater Hand.(1)
Er setzte mit seiner Sammeltätigkeit eine Tradition großer Künstlersammlungen fort – man denke nur an Rembrandt oder auch an Lambert Krahe,
den Gründer der Düsseldorfer Kunstakademie. Diese sammlerische Obsession befruchtete die eigene Arbeit (seine zweite große Sammelleidenschaft galt
der afrikanischen Skulptur, und dabei besonders den Hervorbringungen unterschiedlicher Völker aus Ostafrika, die dem Kanon der traditionellen afrikanischen
Skulptur widersprachen). Baselitz' Begeisterung für die clair-obscur-Holzschnitte niederländischer oder italienischer Meister wie Hendrik Goultzius oder
Ugo da Carpi fand unmittelbare Reflexe in eigenen Farbholzschnitten, seine Begeisterung für die Radierungen der Schule von Fontainebleau hinterließ
ihre Spuren in eigenen Radierungen. Dabei spielen Details, Varianten, Abweichungen eine große Rolle. Die Radierungen der École de Fontainebleau liest
der Künstler als Versuch, der klassischen Perfektion eines Raffael eine neue Form entgegenzusetzen, die gerade auf Übersteigerungen, Extreme und Antinaturalismus setzte.
Hier konnte Baselitz studieren, was auch seine eigene Arbeit antrieb: gegen Erwartungshaltungen zu arbeiten, Formen in die Welt zu setzen, die eher Erfindungen als Abbildungen waren.
Im Bereich des Tiefdrucks interessierten ihn die Techniken der Radierungen, die "cuisine" der Druckgrafik mit ihren zahlreichen technischen Spielarten von der Kaltnadelradierung,
der Weichgrundätzung (Vernis mou), den Aussprengverfahren mit Zuckertusche, der Aquatinta. Vieles davon hat er in seiner eigenen Grafik erprobt und selbst praktiziert.
Sein inzwischen 4 Bände umfassendes Werkverzeichnis der Druckgrafik bezeugt das in eindringlicher Weise – Probedrucke, Zustandsdrucke und Varianten kennzeichnen sein Werk,
im Werkverzeichnis werden nach Möglichkeit alle Varianten und Zustandsdrucke ebenso erfasst wie die Auflagendrucke. Baselitz hat stets großen Wert darauf gelegt,
seine Grafikauflagen von den besten professionellen Druckern anfertigen zu lassen (eine traditionelle Arbeitsteilung, die auch die Alten Meister praktizierten) –
in den frühen 1970er Jahren druckte Max Dunkes viele seiner Radierungen, in den 1980er und 1990er Jahren Till Verclas und später Niels Borch Jensen und zahlreiche andere.
Holzschnitte und Radierungen sind die bevorzugten grafischen Techniken für Georg Baselitz. Die Holzschnitte seit den frühen 1980er Jahren stehen in technischer Hinsicht
auch seinen Skulpturen nahe – dieselbe ungestüme, rohe Bearbeitung, dieselbe archaische Kraft. Die Holzschnitte "Dresdner Frauen I – V" (Kat.Nr. 33–37)
entstanden parallel zur Skulpturengruppe der Dresdner Frauen, mit gelber Temperafarbe bemalte, roh zugehauene, überlebensgroße Köpfe aus Linde, Esche und Ahorn,
deren Gesichtskonturen nach innen gearbeitet wurden, also der vertrauten Form eines Gesichts zuwiderlaufen. Baselitz sägte Gitterstrukturen in diese Köpfe –
sie finden sich in ähnlicher Form auch in den Hintergründen seiner Holzschnitte. Die Holzschnitte sind dabei nicht als Kommentare oder Studien für die Skulpturen
aufzufassen, sie haben lediglich einen vergleichbaren Anlass. Baselitz arbeitete immer in Serien, im Spätwerk wird das nicht ohne Ironie in den verschiedenen "Remix"-Werken
(Kat.Nr. 100–101) reflektiert, die frühere Bilderfindungen wieder aufgreifen und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit neu befragen. Ähnlich verhält es sich
mit den Holzschnitten der Serie "45" (Kat.Nr. 38–44), die parallel zu einem vielteiligen Bilderzyklus auf Sperrholzplatten entstanden. Zu dieser Reihe schuf er auch
Radierungen und Lithografien, aber in den Holzschnitten wird die kraftvolle, gerissene Linie aus den Bildern wieder sichtbar, die derart ungestüm ins Holz gerissen wurde,
dass Teile der quer verlaufenden Maserung herausgerissen wurden und im Holzschnitt als weiße Löcher erscheinen.
Die wohl vielseitigste grafische Technik ist der Tiefdruck. Vom Kupferstich zur Kaltnadelradierung bis zur Farbradierung mit Aquatinta hat Baselitz mit Ausnahme des Kupferstichs
fast alle Möglichkeiten selbst erforscht und praktiziert. Wie Pablo Picasso hat Baselitz zahlreiche Radierungen in mehreren Zuständen gedruckt und die Varianten
nebeneinandergelegt, um die Entwicklung eines Werkes zu demonstrieren.
Wichtiger als alle Motive – die der Künstler in seinen Werken bis hin zur Auslöschung malträtierte – ist die Linie. Sie ist die Spur, die der
Künstler hinterlässt. Die Linie von Georg Baselitz ist sehr körperlich und energiegeladen. Dabei fällt auf, dass seine Linie in einer Zeichnung immer
gleich bedeutsam ist, ob sie nun eine Körperkontur umschreibt oder eine Hintergrundfläche akzentuiert. Das Aussehen seiner Linie wird wesentlich mitbestimmt
durch die Technik – eine mit Kohle gezeichnete Linie hat einen anderen Charakter als die in die Kupferplatte gerissene, spröde verzögerte Linie des
Grabstichels oder die in die Holzplatte geschlagene Linie, die mitunter Stücke aus der Maserung mitreißt, oder die mit der Farbtube direkt aufgetragene Linie
in einem Gemälde. In der Radierung kann die Linie zaghaft, zaudernd und suchend, aber auch leicht, sicher und schnell wirken wie in einem Aquarell.
Die Gruppe der sechs Zeichnungen aus dem Jahr 2023-24 (Kat.Nr. 4–9) belegt mit ihrer Leichtigkeit und entspannten Lockerheit der Linienführung, dass
Georg Baselitz bis heute mit großer Vitalität und Energie arbeitet – die Blätter strahlen eine Frische aus, die das hohe Alter ihres Urhebers
vergessen lässt. Wie der steinalte japanische Meister Hokusai mit seinen Tuschezeichnungen im 19. Jahrhundert, verblüfft uns heute, am Ende des ersten Viertels
des 21. Jahrhunderts, Georg Baselitz mit seiner nicht nachlassenden Erfindungskraft – gelassen und souverän. Was mit den verstörenden, fast
zwanghaften Linienknäueln der pandämonischen Tuschezeichnungen seiner Jugendjahre begonnen hatte, führte er im Alter zu wissender und gelassener Abgeklärtheit.
Die Linie hat im Werk von Baselitz alle denkbaren Gefühlslagen und Ausdrucksformen ausgelotet.
Es ist also diese vielgestaltige Kraft der Linie, auf die es in der Kunst von Georg Baselitz besonders ankommt. Blickt man auf dieses inzwischen über einen Zeitraum
von nahezu 65 Jahren entstandene Werk zurück, so fällt auf, dass sich der Charakter und die Kraft wandelt wie die Jahreszeiten und wie das Leben des Künstlers.
Mit der Linie erschafft Baselitz seine Handschrift, seine Originalität. In den Zeichnungen und Grafiken leuchtet diese Originalität am hellsten.
Kay Heymer, im Juli 2025
(aus dem Ausstellungskatalog)
(1) Werner Hofmann und Ger Luijten, Hrsg.: La Bella Maniera. Druckgraphik des Manierismus aus der Sammlung Georg Baselitz. Bern / Berlin 1994. Zum 80. Geburtstag des Künstlers
organisierte das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2018 die Ausstellung "Maniera Baselitz. Das Nonkonforme als Quelle der Phantasie", in der dem Verhältnis
der altmeisterlichen Druckgrafik zum Werk des Künstlers nachgegangen wurde.
From October 3, 2025, to February 2, 2026, the Kode Museum in Bergen, Art Stenersen, will be dedicating a retrospective to the graphic works of Georg Baselitz.

The gallery will participate in ART COLOGNE
from Thursday, the 6th until Sunday, the 9th of November 2025.

Georg Baselitz
(geb. 1938 in Deutschbaselitz)
"Hannoversche Treue"
Strichätzung und Aquatinta auf verschiedenfarbiger Tonplatte 2010
84,5 x 65 cm, Pr. 66 x 49,7 cm
sign. dat. bez.
Auflage ca. 16 Exemplare
[28061]
Please see the works from the exhibition by GEORG BASELITZ here.
Participation
ART COLOGNE 2025
koelnmesse

Andy Warhol
(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)
"Beethoven"
Blatt aus der gleichnamigen Serie von vier
Farbsiebdruck 1987
101,8 x 101,8 cm
num.
Auflage 105 Exemplare
Feldman/Schellmann II.393
[27927]

Julian Opie
(geb. 1958 in London)
"Sara gets undressed."
Farblentikular in Holzrahmen 2004
201,2 x 87 cm x 4 cm
sign. num. dat. bez.
Auflage 29 Exemplare
[28126]
"Trees just take enough to thrive, and they give back more."
David Nash
"The world of nature, the environment, weather, time and space is so rich, you have to engage with it."
David Nash

David Nash
(geb. 1945 in Esher, UK)
"Scale Column"
Holzskulptur aus verkohlter Birke 1999
128 x 40 x 40 cm
[28006]
DAVID NASH
(born in Esher, UK in 1945)
– wooden sculptures, pastell pochoirs and wood-multiples
at the same time, we will be showing:
ACCROCHAGE
artists of the gallery
– paintings, drawings, sculptures and prints

David Nash
(geb. 1945 in Esher, UK)
"Ash Dome, Autumn"
Pastell Pochoir 2021
57 x 76,5 cm
sign. num. dat. bez. bet.
Auflage 30 Exemplare
[27986]

David Nash
(geb. 1945 in Esher, UK)
"Ash Dome, Summer"
Pastell Pochoir 2021
56,7 x 76,3 cm
sign. num. dat. bez. bet.
Auflage 30 Exemplare
[27984]
We cordially invite you and your friends to our opening
on Wednesday, the 9th of July 2025, at 6:30 p.m.
The exhibition ACCROCHAGE will be accompanied by a fully illustrated catalogue (312 pages, Euro 10).
You also have the possibility to leaf through the catalogue
"GALERIE BOISSERÉE – HIGHLIGHTS – Katalog mit ausgewählten Werken aus den Beständen der Galerie" (PDF) virtually here.
ACKERMANN
 
ALBERS
 
AVRAMIDIS
 
BASELITZ
 
BAUMGARTNER
 
BOURGEOIS
 
BRAQUE
 
BRODWOLF
 
CAULFIELD
 
CHAGALL
 
CHILLIDA
 
CHRISTO
 
CLAVÉ
 
CLÉMENT
 
CORNEILLE
 
CRAIG-MARTIN
 
CRUZ-DIEZ
 
DAHMEN
 
DAVENPORT
 
DOIG
 
ERNST
 
ESTÈVE
 
FLECK
 
FRANCIS
 
HAMILTON
 
HAMMICK
 
HARTUNG
 
HIRST
 
HOCKNEY
 
HUGHES
 
INDIANA
 
JUDD
 
KATZ
 
KAWS
 
KLINGE
 
KNOEBEL
 
LÉGER
 
LEWITT
 
LICHTENSTEIN
 
LONGO
 
MAGRITTE
 
MAN RAY
 
MARINI
 
MARTÍN DE LUCAS
 
MATISSE
 
MELLADO
 
MIRÓ
 
MOTHERWELL
 
MUNCH
 
NASH
 
NEWTON
 
NICHOLSON
 
OPIE
 
PICASSO
 
PIJUAN
 
POLIAKOFF
 
RIERA I ARAGÓ
 
SALCEDO
 
SAURA
 
SCHUMACHER
 
SCULLY
 
SOULAGES
 
TÀPIES
 
UECKER
 
VENET
 
VOSS
 
WARHOL
 
WENDELS
 
WESSELMANN
ILLUSTRIERTE BÜCHER
 
VINGT-DEUX POÈMES
 
HÄUSER – HOUSES
 
BOISSERÉE GOES POP
Press release DAVID NASH (German).
DAVID NASH
Die ursprüngliche Kraft der Natur und die Energie des künstlerischen Gestaltungswillens bestimmen das spannungsvolle Erscheinungsbild der Werke von David Nash.
Ausgehend von seiner umfassenden, kosmologischen Anschauung der Welt, bestimmt David Nash den natürlich gewachsenen Werkstoff Holz als Ausgangspunkt seiner Werke.
Aus umgestürzten oder altersbedingt gefällten Bäumen erarbeitet er kraftvolle Skulpturen, die so wirken als seien sie bereits in der Holzstruktur verborgen gewesen.
In anderen Skulpturen fügt er dem Holz bewusst konträre, künstliche Formen hinzu. Damit entsteht ein Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur,
das dadurch determiniert ist, dass der Mensch Teil der Natur ist und ihr zugleich diametral gegenübersteht.
Die Formationen seiner Skulpturen und seiner Land Art finden sich in den Papierarbeiten wieder. David Nash gelingt es, die Natur des Holzes, die Kraft des gewachsenen Baumes
oder die Präsenz seiner künstlerischen Umformungen auf dem Papier lebendig werden zu lassen. Die geometrischen Grundformen erweitert er um archaische Formen wie
Ei, Blatt, Baumkrone oder Samenkorn. Neben der Form kommt der Farbe eine zentrale Rolle zu. Leuchtende Grüntöne lassen den Farbwechsel der Blätter im Frühling
und Sommer lebendig werden, Gelbtöne markieren den Lebenszyklus von Bäumen und vielfältiges Rot zeigt die Oberflächenveränderung von Holz während
der künstlerischen Bearbeitung. Ausgehend vom Minimalismus resultiert aus reiner Farbe und reduzierter Form eine strahlende Opulenz in den Werken von David Nash.
David Nash wurde 1945 in Esher, England geboren. Er studierte Kunst am Kingston College of Art, am Brighton College of Art sowie an der Chelsea School of Art, London
und ist seit 1999 Mitglied der Royal Academy. Er lebt und arbeitet seit Ende der 1960er Jahre in Blaenau Ffestiniog in North Wales.

David Nash
(geb. 1945 in Esher, UK)
"Blue Shade"
Pastell Pochoir 2019
56,8 x 75,7 cm
sign. num. dat. bet.
Auflage 30 Exemplare
[27995]
Please see the works from the exhibition by DAVID NASH here.
"I'm interested in the way a woman walks or the way her hair falls. I want to get that fleeting beauty."
Alex Katz

Alex Katz
(geb. 1927 Brooklyn, NY)
"White Visor"
Aquatintaradierung 2003
84,9 x 170 cm
sign. num.
Auflage 75 Exemplare
Albertina 381
[27859]

Alex Katz
(geb. 1927 Brooklyn, NY)
"Blue Hat"
Aquatintaradierung 2003/04
84,9 x 170 cm
sign. num.
Auflage 75 Exemplare
Albertina 382
[27858]
"GIRLS – GIRLS – GIRLS"
– Selected Prints, Multiples and Sculptures
ALEX KATZ
(born in Brooklyn, NY 1927)
HENRI MATISSE
(Le Cateau-Cambrésis 1869 - 1954 Cimiez)
JULIAN OPIE
(born in London 1958)
PABLO PICASSO
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
TOM WESSELMANN
(Cincinnati 1931 - 2004 New York)


Henri Matisse
(Le Cateau-Cambrésis 1869 - 1954 Cimiez)
"Dix danseuses"
("Zehn Tänzerinnen")
Mappe mit 10 Lithographien 1926/1927
50,5 x 33 cm
sign. num.
Auflage ca. 166 Exemplare
Duthuit 480-489
[26668]
We cordially invite you and your friends to our opening
on Wednesday, the 30th of April 2025, at 6:30 p.m.
The exhibition will be accompanied by a set of 36 post-cards (Euro 10).
You also have the possibility to leaf through the expanded set of post-cards (PDF) virtually here.

Julian Opie
(geb. 1958 in London)
"This is Shahnoza 1"
Siebdruck 2006
57 x 136 cm
sign. num.
Auflage 40 Exemplare
[27812]

Julian Opie
(geb. 1958 in London)
"This is Shahnoza 5"
Siebdruck 2006
57 x 136 cm
sign. num.
Auflage 40 Exemplare
[27816]

Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Huit silhouettes"
(Acht Silhouetten - Acht Akte)
Lithographie 13.01.1946
33 x 44 cm, Abb. 32 x 44 cm
sign. num.
Auflage 68 Exemplare
Bloch 388, Mourlot 29
[27943]

Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Les deux modèles nus"
(Die zwei nackten Modelle)
Lithographie 18.03.1954
65 x 50 cm, Abb. 58 x 38 cm
sign. num.
Auflage ca. 55 Exemplare
Bloch 762, Mourlot 256
[27942]
GIRLS – GIRLS – GIRLS
Frauenportraits sind untrennbar mit der bildenden Kunst verbunden. Sie sind auf vorchristlichen, ägyptischen Vasen ebenso zu sehen, wie auf dem Teppich von Bayeux
aus dem 11. Jahrhundert. Darstellungen von weiblichen Heiligen oder von Maria und ihrer Mutter Anna sind sowohl in der mittelalterlichen Malerei als auch in den späteren
Jahrhunderten allgegenwärtig. Ab der frühen Neuzeit entstehen Portraits weltlicher Frauen, zumeist aus wohlhabenden Familien. Mit den Frauenportraits von
Leonardo da Vinci änderte sich die Präsenz der Portraitierten. Er malt die Frauen so, dass sie aus dem Bild heraussehen und Kontakt mit dem Betrachter aufnehmen.
Das erscheint uns heute als grundlegend, war aber lange Zeit undenkbar. Leonardos wohl berühmtestes Frauenbildnis ist eines der weltweit berühmtesten Kunstwerke: die Mona Lisa.
Die direkte Verbindung zum Betrachter ist vielleicht das, was dieses Bild so interessant macht. Im Hintergrund der Mona Lisa zeigt Leonardo eine Landschaft, denn Natur und Frau,
das ist für ihn eine Einheit, beide bedeuten für ihn Leben. Die nachfolgenden Kunstepochen und Stile interpretierten das Frauenportrait immer wieder neu und
kunsthistorisch prägende Werke wie Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring", die "Olympia" von Manet oder die "Desmoiselles dAvignon" von Pablo Picasso entstehen.
Die Darstellung von Frauen ist seither eines der Hauptmotive in Picassos langer Schaffenszeit. Die Portraits seiner wechselnden Lebenspartnerinnen spiegeln auch seine immer
wieder neuen künstlerischen Ausdrucksformen wider. Sie erscheinen kubistisch zerlegt und ornamental überhöht oder auf feine Linienführung reduziert.
Von hoher Bedeutung ist die Darstellung der Frau im Themenkreis "Maler und Modell", ein Bildthema, das Picasso immer wieder aufgreift. Die Frau ist dort Muse, Inspiration,
Allegorie aller Lebensalter und Idealbild. Ein Idealbild der Frau zeichnet auch Henri Matisse in seiner Reihe "Dix Danseuses", zehn Tänzerinnen. Schon in seinem Gemälde "Der Tanz"
aus dem Jahr 1909 stellt er tanzende Körper in den Bildmittelpunkt. Während dort kraftvolle, muskulöse Menschen in ausdrucksvollen Positionen zu sehen sind, zeigt er die
Tänzerinnen in ätherischer Schönheit. Das Frauenbild, das Matisse mit dieser Werkreihe zeichnet ist überirdisch, zerbrechlich und stark idealisiert. Auch der
Pop-Künstler Tom Wesselmann idealisiert das Bildnis der Frau. Er integriert den weiblichen Körper in arrangierte Stillleben und fordert durch die überaus haptische
und plakative Darstellung eine Reaktion des Betrachters. Diese äußerst sinnlichen Bilder bieten ein seltenes Zusammenspiel von Anatomie und Gegenständen des Alltäglichen,
wobei jegliche Trennung zwischen dem privaten und öffentlichen Leben aufgehoben ist. Die stete Verlockung des Konsums und die permanente Verfügbarkeit von allem und jedem wird
in diesen Werken offensichtlich und ist heute vielleicht noch aktueller als sie es in der Entstehungszeit dieser Bilder waren. Während Wesselmann das Private öffentlich macht,
widmet sich Alex Katz fast ausschließlich seinem persönlichen, privaten Umfeld. Ebenso wie Picasso portraitiert Katz fast ausschließlich Frauen aus seinem engsten
familiären und bekannten Umfeld. Allen voran seine Frau Ada, sein liebstes und meist gemaltes Motiv. Katz zeichnet so persönliche Portraits, dass man als Betrachter den Eindruck
gewinnt, diese Personen zu kennen. Wie in einem Fotoalbum erkennt man die Frauen wieder und erlebt sie in verschiedenen Lebensaltern, Stimmungen und Emotionen. Die enge Verbindung und
Wertschätzung für die Frauen bringt Katz zum Ausdruck durch sorgsam gewählte, zarte Hintergrundfarben und durch gesteigerten Darstellungswert von Bekleidung, Stoffen,
Hüten und Frisuren. Jede Frau in seinem Werk hat eine besondere Aura, Individualität und spielt als Persönlichkeit eine große Rolle im Leben des Künstlers.
Mit Henri Matisse teilt Alex Katz die Leidenschaft für den Tanz. In Werkreihen wie "Dancer" oder "Coca-Cola Girls" wird das offensichtlich. Auch der britische Künstler
Julian Opie macht die komplexen Bewegungsabläufe und die körperliche Ästhetik des Tanzes immer wieder zum Bildinhalt. Wie Alex Katz portraitiert auch Julian Opie
vorrangig Frauen aus seinem persönlichen Umfeld. Die weitreichende Reduktion des Portraits und die Konzentration auf starke Linien verbinden seine Arbeiten stilistisch mit den Werken
von Matisse. Opie zeigt die Essenz der jeweiligen Persönlichkeit, was auch die enge Verbundenheit und Wertschätzung des Künstlers mit und für die portraitierten Frauen
zum Ausdruck bringt.
Die Ausstellung GIRLS – GIRLS – GIRLS ist bereits die zweite Ausgabe dieser Reihe in der Galerie Boisserée.
Die Eröffnung findet am 30. April 2025 statt und die Ausstellung ist bis zum 21. Juni 2025 zu sehen.

Tom Wesselmann
(Cincinnati 1931 - 2004 New York)
"Monica Sitting Legs Spread"
Alkyd-Öl auf Stahl Cut-Out 1986/97
26,7 x 27,9 cm
sign. num.
Auflage 25 Exemplare
Registration number E23
[27939]

Tom Wesselmann
(Cincinnati 1931 - 2004 New York)
"Big Blonde with Choker"
Farbsiebdruck auf Büttenpapier 1997
125,8 x 177,5 cm, Abb. 104 x 158 cm
Registration number P9226
[27852]
Please see all of the works from the exhibition here.
ACCROCHAGE
artists of the gallery
- paintings, drawings, sculptures and prints

ACCROCHAGE - Galerie Boisserée with works by Julian Opie & Ralph Fleck

ACCROCHAGE - Galerie Boisserée with works by Rubén Martín de Lucas & Alex Katz

ACCROCHAGE - Galerie Boisserée with works by Donald Judd
ACKERMANN
 
ALBERS
 
AVRAMIDIS
 
BASELITZ
 
BAUMGARTNER
 
BOURGEOIS
 
BRAQUE
 
BRODWOLF
 
CAULFIELD
 
CHAGALL
 
CHILLIDA
 
CHRISTO
 
CLAVÉ
 
CLÉMENT
 
CORNEILLE
 
CRAIG-MARTIN
 
CRUZ-DIEZ
 
DAHMEN
 
DAVENPORT
 
DOIG
 
ERNST
 
ESTÈVE
 
FLECK
 
FRANCIS
 
HAMILTON
 
HAMMICK
 
HARTUNG
 
HIRST
 
HOCKNEY
 
HUGHES
 
INDIANA
 
JUDD
 
KATZ
 
KAWS
 
KLINGE
 
KNOEBEL
 
LÉGER
 
LEWITT
 
LICHTENSTEIN
 
LONGO
 
MAGRITTE
 
MAN RAY
 
MARINI
 
MARTÍN DE LUCAS
 
MATISSE
 
MELLADO
 
MIRÓ
 
MOTHERWELL
 
MUNCH
 
NASH
 
NEWTON
 
NICHOLSON
 
OPIE
 
PICASSO
 
PIJUAN
 
POLIAKOFF
 
RIERA I ARAGÓ
 
SALCEDO
 
SAURA
 
SCHUMACHER
 
SCULLY
 
SOULAGES
 
TÀPIES
 
UECKER
 
VENET
 
VOSS
 
WARHOL
 
WENDELS
 
WESSELMANN
ILLUSTRIERTE BÜCHER
 
VINGT-DEUX POÈMES
 
HÄUSER – HOUSES
 
BOISSERÉE GOES POP

ACCROCHAGE - Galerie Boisserée with works by Ralph Fleck

ACCROCHAGE - Galerie Boisserée with works by Ian Davenport & Bernar Venet

ACCROCHAGE - Galerie Boisserée with works by Joan Hernández Pijuan, Bernar Venet, Antonio Saura & Antoni Tàpies
Participation
ART DüSSELDORF 2025
Areal Böhler, Hansaallee 321, Düsseldorf

Eduardo Chillida
(San Sebastián 1924 - 2002 San Sebastián)
ohne Titel / CHIZ 86133, "Dessin"
Tuschezeichnung auf Papier 1985
40,5 x 26,5 cm
sign.
[27587]

Ralph Fleck
(geb. 1951 in Freiburg im Breisgau)
"Stadtbild 27/V (London)"
Öl auf Leinwand 2015
200 x 200 cm
sign. dat. bez. bet.
[27660]

Julian Opie
(geb. 1958 in London)
"Sidewalk 2."
Siebdruck auf Acrylplatte 2022
102 x 163 cm x 7,5 cm
sign. num. dat. bet.
Auflage 40 Exemplare
[27204]
"Love is the greatest refreshment in life."
Pablo Picasso
109. Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Fumeur" / "Fumeur. III"
(Raucher. III)
Farbaquatinta mit Aussprengverfahren 27.08.1964
56,5 x 40,8 cm, Pr. 41,4 x 31,5 cm
sign. num.
Auflage ca. 65 Exemplare
Bloch 1171, Baer 1171 B.b.1.
[27407]

107. Edward Quinn
(Dublin 1920 - 1997 Altendorf, CH)
"Picasso während den Dreharbeiten zu
'Le mystère Picasso' "
späterer Silbergelatineabzug auf Barytpapier 1955/2022
40 x 50 cm, Abb. 31,2 x 46,9 cm
sign. dat.
[27571]
© edwardquinn.com
PABLO PICASSO
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
EDWARD QUINN
(Dublin 1920 - 1997 Altendorf, CH)
"VISITING PICASSO"
– Selected works from the graphic uvre and ceramics by PABLO PICASSO and photos of the artist by EDWARD QUINN
27. Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Jacqueline de Profil à droite"
(Jacqueline im Profil nach rechts)
Lithographie 3. und endgültiger Zustand 27.12.1958
66 x 50,4 cm, Abb. 55,8 x 44,4 cm
sign. bez.
Auflage ca. 55 Exemplare
Bloch 854, Mourlot 310
[27416]

28. Edward Quinn
(Dublin 1920 - 1997 Altendorf, CH)
"Picasso und Jacqueline"
späterer Silbergelatineabzug auf Barytpapier 1955/2024
50 x 40 cm, Abb. 37,7 x 37,3 cm
sign. dat.
[27572]
© edwardquinn.com
We cordially invite you and your friends to our opening
on Wednesday, the 29th of January 2025, at 6:30 p.m.
Guest speaker:
Dr. Andrea Wandschneider,
former director of the Städtischen Museen und Galerien Paderborn
The exhibition will be accompanied by a fully illustrated catalogue (152 pages, Euro 10).
You also have the possibility to leaf through the cataloque (PDF) virtually here.
The gallery will be closed because of Karneval from the 27th of February until the 4th of March 2025.

21. Edward Quinn
(Dublin 1920 - 1997 Altendorf, CH)
"Picasso, Françoise Gilot, Claude und
Paloma im Garten von 'La Galloise' "
späterer Silbergelatineabzug auf Barytpapier 1953/2017
50 x 40 cm, Abb. 33,9 x 33,8 cm
sign. dat.
[27566]
© edwardquinn.com
22. Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Françoise"
Lithographie 14.06.1946
64,7 x 49,8 cm, Abb. 58,8 x 47,2 cm
sign. num. dat.
Auflage 55 Exemplare
Bloch 396, Mourlot 40
[27268]
VISITING PICASSO – Ausgewählte Originalgraphiken & Keramiken von Pablo Picasso und Fotos des Künstlers von Edward Quinn
Die Galerie Boisserée beginnt das neue Jahr mit einer Ausstellung keramischer und druckgraphischer Werke von Pablo Picasso. Die Ausstellung wird von Fotographien begleitet, die der irische Fotograph Edward Quinn im Laufe vieler Jahre von Pablo Picasso angefertigt hat.
Wie keinem anderen Fotographen gelang es Quinn, Picasso mit viel Gespür für Person und Moment zu begleiten. Die jahrelange Freundschaft zwischen den beiden ermöglichte es Quinn wortwörtlich, Picasso zu besuchen, sowohl in seinem Atelier als auch in seinem privaten, familiären Umfeld. Somit erleben wir in dieser Ausstellung neben beeindruckenden Werken auch persönliche Augenblicke aus dem Leben Picassos, gerade so als würden wir ihn besuchen. Und so lädt der Ausstellungstitel VISITING PICASSO dazu ein, den Jahrhundertkünstler Picasso näher kennenzulernen.
Die Sammlung druckgraphischer Werke der Galerie Boisserée umfasst Werke aller graphischer Techniken, von Radierungen über Lithographien bis hin zu den beeindruckenden, farbkräftigen Linolschnitten. Picasso, der sich in die gesamte Bandbreite der Druckgraphik eingearbeitet hatte, schuf nicht nur herausragende Werke, sondern erweiterte diese teils jahrhundertealten Techniken mit seiner Innovationskraft und Kreativität.
Die ausgestellten Arbeiten erzählen von Picassos motivischer Vielfalt, von seinem stilistischen Ideenreichtum und von seinen unterschiedlichen Einflusssphären. In der Portraitkunst waren es vor allem seine Partnerinnen, die ihn zu unzähligen Varianten und Feinheiten des Portraitierens führten. Diese Werke zu betrachten, vermittelt seine Begeisterung und Faszination an der jeweiligen Person. Lässt sich über Picassos Beziehung zu seinen Partnerinnen an anderer Stelle sicherlich kontrovers diskutieren, so muss betont werden, dass ihn jede Frau in seinem Leben zu neuen gestalterischen Formen in der Portraitkunst inspirierte. Selbstverständlich bietet die Ausstellung einen tiefen Einblick in die motivischen Welten Picassos. Diese erstrecken sich von klassischen Themenkreisen wie Badende oder Personen am Strand, Maler und Modell, der Stierkampf, biblische oder mythologische Szenen, vor allem in Verbindung mit der Figur des Minotaurus, Tierportraits oder Stillleben.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Keramiken, die zwischen überbordender Schönheit sowie Opulenz und moderner Stilistik changieren. Das große keramische Werk Picassos beinhaltet vielfältigste Variationen seiner auch in anderen Techniken beheimateten Motive. Teller mit Stierkampfszenen, filigrane Vasen mit Tierdarstellungen oder prachtvolle, florale Krüge sind nur einige davon.
Während man vor den Originalen steht und immer wieder aufs Neue der schöpferischen Kraft Picassos gewahr wird, begegnet man in den subtilen Fotographien von Edward Quinn dem Künstler hautnah. Hochkonzentriert arbeitend im Atelier oder ganz privat mit den Kindern am Strand. Bei diesem Ausstellungsbesuch meint man wirklich, den Künstler Pablo Picasso zuhause zu besuchen.
VISITING PICASSO wird am 29. Januar 2025 eröffnet und ist bis zum 15. März 2025 zu sehen.
Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog.
Save the Date:
Am 19. Februar 2025 um 18.30 Uhr findet unter der Leitung der ART AGENTUR KÖLN in der Galerie Boisserée ein Vortragsabend statt. Der Kunsthistoriker Dr. Peter Lodermeyer spricht über das druckgraphische Werk Pablo Picassos und der Leiter des Edward Quinn Archivs Wolfgang Frei hält einen Vortrag über die Zusammenarbeit von Edward Quinn und Picasso.
Anmeldung: galerie@boisseree.com

72. Edward Quinn
(Dublin 1920 - 1997 Altendorf, CH)
"Picasso, Françoise Gilot, Claude und
Paloma im Garten von 'La Galloise' "
späterer Silbergelatineabzug auf Barytpapier 1953/2016
40 x 50 cm, Abb. 36,9 x 46,6 cm
sign. dat.
[27567]
© edwardquinn.com

73. Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Mère et enfants"
(Mutter und Kinder)
Radierung 16.01.1953, gedruckt 1961
37,2 x 47,2 cm, Pr. 25,9 x 30,8 cm
sign. num.
Auflage ca. 70 Exemplare
Bloch 736, Baer 902 B.a.
[27401]

51. Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Bacchanale"
Farblinolschnitt 17.11.1959
62,2 x 75,3 cm, Abb. 53,5 x 64,2 cm
sign. num.
Auflage ca. 70 Exemplare
Bloch 927, Baer 1255 B.a.
[27419]

52. Edward Quinn
(Dublin 1920 - 1997 Altendorf, CH)
"Unter Freunden in Vallauris -
Picasso spielt Trompete"
späterer Silbergelatineabzug auf Barytpapier 1954/2017
50 x 40 cm, Abb. 44 x 32,6 cm
sign. dat.
[27819]
© edwardquinn.com

62. Edward Quinn
(Dublin 1920 - 1997 Altendorf, CH)
"Picasso mit Stiermaske"
späterer Silbergelatineabzug auf Barytpapier 1959/2024
40 x 50 cm, Abb. 31,2 x 46,9 cm
sign. dat.
[27579]
© edwardquinn.com

59. Pablo Picasso
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
"Tête de Taureau tournée à droite"
(Stierkopf, nach rechts gewendet)
Lithographie November 1948
65,2 x 50 cm, Abb. 65 x 50 cm
Auflage 55 Exemplare
Bloch 575, Gauss 396, Mourlot 124
[15694]
Please see all of the works from the exhibition here.