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2021

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"Farbe ist der Kern meiner Sprache.
Sie ist sich selbst genug.
Ich huldige nicht dem Quadrat.
Das Quadrat ist nur ein Tablett, auf dem ich
meine Verzückung durch die Farbe ausbreite."
Josef Albers


Josef Albers,

Josef Albers, "Homage to the Square", Edition Keller I 1970,
Mappenwerk mit 10 Farbsiebdrucken 1970, Danilowitz 203.1 - 203.10

24.04.–12.06.21

JOSEF ALBERS
(Bottrop 1888 – 1976 New Haven/Connecticut)
"Interaction of Color"
Ausgewählte Arbeiten auf Papier


Josef Albers, "Structural Constellation"

Josef Albers

(Bottrop 1888 - 1976 New Haven/Connecticut)

"Structural Constellation"

Tuschezeichnung auf Papier 1955

36,5 x 58 cm, Abb. 31,5 x 40,8 cm

[25835]


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 84 Seiten.
Für den Betrag von à Euro 10 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.


Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeit den Katalog als PDF virtuell durchzublättern.

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Josef Albers, ohne Titel

Josef Albers

(Bottrop 1888 - 1976 New Haven/Connecticut)

ohne Titel

aus "Structural Constellations"

Maschinengravure auf schwarz laminierter Kunststoffplatte ca. 1955-1965

8,9 x 10,5 cm

sign. dat. bez.

[25638]

Josef Albers, "GB 2", Danilowitz 188

Josef Albers

(Bottrop 1888 - 1976 New Haven/Connecticut)

"GB 2"

Farbsiebdruck 1969

54,6 x 54,6 cm, Abb. 34,8 x 34,8 cm

sign. num. dat. bet.

Auflage 125 Exemplare

Danilowitz 188

[23137]


Pressetext



JOSEF ALBERS – INTERACTION OF COLORS

Als Künstler erlangte Josef Albers Weltruhm, doch war er zeitlebens auch als Lehrer und Forschender von immenser Bedeutung für nachfolgende Generationen von Künstlern.

Mit zahlreichen druckgraphischen Arbeiten, einigen Zeichnungen und Entwürfen auf Papier öffnet die Galerie Boisserée in ihrer Einzelausstellung einen Blick auf die unterschiedlichen Schaffensphasen des Künstlers.

Albers Kunst war immer auch wissenschaftliches Experiment. Die Erfahrung lehrte ihn, dass in der visuellen Wahrnehmung ein Widerspruch zwischen physikalischer Wirklichkeit und psychischer Wirkung besteht, und so war es sein Bestreben, beim Betrachter Zweifel an der Wahrnehmung zu wecken – ihn zu genauerem Sehen anzuregen. "Ich will Augen öffnen. " Dieses Ziel verfolgte er mit großer Konsequenz. Jahrzehntelang arbeitete er an seinen Variationen, um die Wechselwirkungen der Farbe, ihre Interaktionen und Interdependenzen, zum Ausdruck zu bringen, aber auch die Interaktion zwischen Bildfläche und imaginärem Raum.

In den 1950er Jahren entstanden die ersten Bilder der Serie "Homage to the Square", die am Ende seines Lebens über 2.000 Werke umfasste. In ihr untersuchte er in immer gleicher Grundstruktur des quadratischen Bildes die Wechselwirkungen von Farbe. Die Anmerkung des Künstlers "Ich male keine Quadrate, ich male Farbbeziehungen" kann man als prägnantesten Kommentar zu dieser Werkgruppe verstehen. Das Quadrat war ihm "nur ein Tablett" - auf dem er seine Farben ausbreitete. Je nach Kombination der Farben wirken die Farben blasser oder leuchtender, dunkler oder heller, treten Flächen in den Hintergrund oder scheinen zu schweben, scheinen sich zu den Seiten hin auszudehnen. "Nie sind diese Phänomene aber an eine bestimmte Farbe gebunden – sie können von Bild zu Bild variieren" (Ulrike Growe). Oberflächeneffekte und Texturen gibt es keine. "Es leuchtet ein, dass Albers, um diese Wirkung zu erzielen, besonders häufig den Siebdruck in seiner Graphik verwendet hat. Dieses graphische Verfahren lässt den Eindruck entstehen, als ob die Farbe mit dem Papier eine unauflösliche Einheit bildet. Es entsteht eben nicht die Situation von 'Farbe auf etwas', sondern 'Farbe gleich Trägermedium' " (Siegfried Gohr, Katalogtext).
In der Serie der "Structural Constellations" aber auch in den zahlreichen Prägedrucken und den Acrylarbeiten wird die dynamische Interaktion zwischen Bildfläche und imaginärem Raum zum Thema.

Sein Einfluss auf die Moderne Kunst in Europa und Nordamerika beruht neben seinem herausragenden Werk auch auf seinen Lehrtätigkeiten in Deutschland und den USA. Seine Vorlesungen bringen all seine Lebens- und Schaffenserfahrung zusammen, zugleich stellen sie die Quintessenz seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit dem Sehen als künstlerischem Wahrnehmungsprozess dar.

Josef Albers wurde 1888 im Ruhrgebiet, in Bottrop, geboren. 88 Jahre später starb er in New Haven, Connecticut, USA. Das Exil in den USA wurde trotz mancher Verluste künstlerisch wie biografisch zu einer erfüllten Zeit.

Seine Arbeiten sind wie eine Schule des Sehens und in ihrer Aussage und Wirkung von zeitloser Gültigkeit.

Die Ausstellung ist ab dem 24. April 2021 zu sehen.


Josef Albers, "Homage to the Square", Danilowitz 203.1 - 203.10

Josef Albers

(Bottrop 1888 - 1976 New Haven/Connecticut)

"Homage to the Square"

Edition Keller I 1970

Mappenwerk mit 10 Farbsiebdrucken 1970

58 x 57,5 cm x 4 cm

sign. num. dat. bet.

Auflage ca. 130 Exemplare

Danilowitz 203.1 - 203.10

[25531]


JOSEF ALBERS – ABSTRAKTE KLASSIK

Es war ein langer und weiter Weg, den das Leben von Josef Albers zwischen 1888 und 1976 genommen hat: Westfalen, Berlin, München, Weimar, Dessau, Black Mountain College, New York, New Haven, Yale. Die letzte Station der Lebensreise währte von 1950 bis zu seinem Tod. Seine Frau Anni überlebte ihren Gatten um viele Jahre bis 1994. Im Herbst 1950 begann Albers seine Tätigkeit als Leiter des "Department of Design at Yale University", nördlich von New York gelegen. Albers war ein vielseitiger Künstler. Er entwarf Glasfenster, konzipierte Wände, oft aus Ziegelsteinen für prominente Bauten. Er malte, schuf zahlreiche Graphiken, photographierte und schrieb theoretische Texte. Er lehrte höchst erfolgreich in den verschiedenen Institutionen, wie man an der Schar berühmter Künstler ablesen kann, die er ausbildete.

Es sind hauptsächlich zwei Möglichkeiten, die er in seinem künstlerischen Schaffen seit der Zeit in Yale verfolgte. Den einen Werkkomplex nannte er "Structural Constellations", der andere begann mit "Homage to the Square 'A' ", 77,5 x 77,5 cm messend. Ein schwarzes Quadrat besetzt die Mitte der Komposition, gerahmt von einem dunkelgrauen und außen von einem hellgrauen Streifen. Es war sicher kein Zufall, dass Albers das berühmteste Quadrat der Moderne, das "Schwarze Quadrat auf weißem Grund", das Kasimir Malewitsch zuerst 1915 ausstellte, in diesem ersten "Homage"-Bild gleichsam zitierte. Aber dann wurde diese Erfindung zum Sprungbrett für eine lange Werkreihe, sowohl als Gemälde als auch für graphische Arbeiten. Mehr als zweitausend Mal hat Albers neue Farbstellungen in den gemalten Quadraten unterschiedlicher Größe realisiert. Aus dem ersten Werk, das die beschriebene Erweiterung zu einer dreistufigen Komposition aufwies, entfaltete er einen wahren Kosmos der Farben. Wahrscheinlich sind die Werke zum Thema "Homage to the Square" der umfangreichste Werkzyklus, den ein Künstler jemals geschaffen hat. Die Prinzipien der Variation lassen sich kaum systematisieren. Aber besonders auffällig sind folgende Möglichkeiten: Abstufungen innerhalb einer Farbe, z. B. Gelb, Abstufungen von hellen oder dunklen unbunten Farben, Abstufungen von heller Mitte zu dunklen Rändern und umgekehrt, was Kontraste ergeben kann. Manche Quadrate in der Mitte werden entweder zum glühenden Leuchten gesteigert oder als Verdunkeln und Verschwinden wahrgenommen. Die Farben als Klänge zu beschreiben, trifft den Sachverhalt nicht genau, zudem ist das Wort "Klänge" durch Wassily Kandinsky besetzt. Es bietet sich eher an, von Farbakkorden zu sprechen, die auch die Schichtung, also das Bewegliche innerhalb einer Statik meinen, denn ein Akkord ist wie ein angehaltener Augenblick in einem Verlauf.

Albers setzte etwas fort und deutete das neu, was bei Robert Delaunay als Malerei der reinen Farbe begann: "La couleur pour la couleur". Besonders in Deutschland war diese neue Sicht auf die Farbe von großer Wirkung. Paul Klee hat sogar einen Text von Delaunay übersetzt, Spuren sind bei August Macke oder Franz Marc nachzuweisen. Albers ist nicht abhängig von dem französischen Maler, denn Vergleiche zur holländischen Gruppe "De Stijl" und zur russischen Avantgarde um Malewitsch sind auch überzeugend. Aber es gibt die entscheidenden Unterschiede. Weder senkrecht-waagerechte Linien und Flächen wie in den Niederlanden sind seine Sache noch die dynamischen Raumvisionen des Suprematismus. Aber das Konstruktiv-Abstrakte als Grundlage seines Werkes bleibt vergleichbar. Die Befreiung der Farbe durch Delaunay anders und weitergehend interpretiert zu haben, macht vor allem "Homage to the Square" anschaulich. Mit seiner Druckgraphik konnte Albers das Ziel verfolgen, seine Kunst breiteren Schichten der Bevölkerung bekannt zu machen, zu "demokratisieren". Aber es war auch der handwerkliche Prozess, der ihn faszinierte. Deshalb wurden die Graphiken – seien es Holzschnitte, Lithographien, Siebdrucke oder Prägedrucke - sorgfältig vorbereitet und auf höchstem technischen Niveau ausgeführt. Auch die Papiere für die Blätter wurden mit Bedacht ausgewählt.
Unabhängig von dem Vergnügen, von der Lust am Schauen, die Albers Werke beim Betrachter auslösen, stellt sich die Frage nach der eigentlichen Botschaft, nach der Unverwechselbarkeit der Arbeiten. Ein Albers ist sofort zu erkennen in seinen Strukturen, in den geschichteten Farbquadraten, in den Setzungen seiner "Murales", der Wandbilder, oder an den Strukturen, die zugleich räumlich und flächig wahrzunehmen sind.

Es ist sicher richtig, die besondere Wahrnehmung, welche die Werke von Albers in Gang setzt, an erster Stelle zu nennen. Die Verbindung von Ruhe oder Stille mit Bewegungen innerhalb der Felder der Farben erzeugen eine Atmosphäre einer Uneindeutigkeit, die jedoch nicht verunsichert oder Ablehnung hervorruft, sondern das Auge zu einer sich selbst wahrnehmenden Wahrnehmung anregt. Mittels des Sehens wird der Betrachter zum Mitspieler, zu einem aktiven Gegenüber der Komposition. Albers hat die Seherfahrung des Betrachters "actual act" genannt, also etwas, was sich jeweils neu einstellt. Im Unterschied dazu ist das Bild der "factual act", also das, was der Künstler auf die Fläche gebracht hat. Um das Sehen ganz ungestört zu ermöglichen, sind die Spuren des Farbauftrags soweit es geht, unsichtbar gemacht. Es leuchtet ein, dass Albers, um diese Wirkung zu erzielen, besonders häufig den Siebdruck in seiner Graphik verwendet hat. Dieses graphische Verfahren lässt den Eindruck entstehen, als ob die Farbe mit dem Papier eine unauflösliche Einheit bildet. Es entsteht eben nicht die Situation von "Farbe auf etwas", sondern "Farbe gleich Trägermedium". Sowohl in der Malerei als auch in der Graphik konnte Albers eine größtmögliche Präsenz der Farbe erreichen, die geeignet war, das Sehen des Betrachters zum Antworten zu bringen. Im Unterschied zu der Tatsache, dass jedes Werk der bildenden Kunst unterschiedliche Interpretationen herausfordert und auf diese Weise den Betrachter in verschiedene Überlegungen verwickeln kann, ist bei Albers die oszillierende Seherfahrung das grundlegende Element seiner Kunst. Das bedeutet, dass Albers dem Betrachter in einem von ihm gewählten Rahmen ein Stück Freiheit belässt, mehr jedenfalls, als es in den meisten anderen Kunstwerken der Fall ist. An dieser Stelle kommt das demokratische Element wieder ins Spiel.

Die Untersuchung von Fläche und Raum sowie Farbe, Raum und Fläche bildeten ein Leben lang die Energiequelle für Albers' Schaffen, also die Physiologie und Psychologie der Wahrnehmung.
Wenn die Betrachtung bei diesem Befund stehenbleibt, entgeht ihr allerdings das, was jenseits dieser Interpretation denkbar ist. Einen überraschenden Hinweis lieferte Albers selbst, als er auf die Bedeutung des Werks von Piero della Francesca für ihn hinwies. Hier sah er eine Einheit aus Stille und Bewegung, die zum Vorbild werden konnte. Jeder, der einmal die Fresken Pieros in Arezzo oder eines seiner Tafelbilder gesehen hat, sei es in London, Mailand oder Florenz, wird nachvollziehen können, was Albers so beeindruckt hat: Die Statuarik, gepaart mit der subtilen Bewegung innerhalb der Farbgebung. Indem er diesen Zustand modifizierte und modernisierte, gelangte er gerade nicht zu der meditativen Ausstrahlung, die zum Beispiel für Werke von Mark Rothko typisch sind, sondern zu einer diesseitigen Farbgebung, die sich allerdings weiten kann zu einer Raumsuggestion, die Kosmisches zu evozieren durchaus fähig ist. Selbst monochrome Serien bleiben in ihrer schwebenden Wirkung ein unmittelbares sinnliches Erlebnis, das nur in Ausnahmefällen einen transzendierenden Hang zulässt. Albers arbeitete stattdessen immer mit klar definierten geometrischen Formen mit dem Ziel einer uneindeutigen Eindeutigkeit. Dass Albers poetische oder sonstige Assoziationen für seine Werke nicht ausschloss, zeigen die Titel, die er den Gemälden oder Graphiken gab. Einige Beispiele der Serie "Homage to the Square" tragen Titel wie z. B. "New Gate", "Black Setting" , "Saturated", "Private Sky", "Festive" oder "Young", "Slate" and "Sky", "Pompeian", "Rare Echo". Diese Titel beschreiben nicht, sondern fügen den Werken eine Wort-Atmosphäre hinzu, die das Abstrakte im Bereich der menschlichen Emotion verankern.

Siegfried Gohr, Köln März 2021


Josef Albers, "I-S c", Danilowitz 189

Josef Albers

(Bottrop 1888 - 1976 New Haven/Connecticut)

"I-S c"

Farbsiebdruck 1969

54,4 x 54,4 cm, Abb. 34,9 x 34,9 cm

sign. num. dat. bet.

Auflage 100 Exemplare

Danilowitz 189

[22775]


Sie können sich alle Exponate der Ausstellung hier ansehen.




"Wenn Du alles über Andy Warhol wissen willst, schau Dir einfach meine Bilder und Filme an und da bin ich. Das ist alles."
Andy Warhol


13.02.–18.04.2021 (Studio) (verlängert)

ANDY WARHOL
(Pittsburgh 1928 – 1987 New York)
"Works from the 70s and 80s"


Andy Warhol, "Space fruit: Still lifes", Feldman/Schellmann II.198 - 203

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Space fruit: Still lifes"

Folge von 6 Farbsiebdrucken auf Lenox Museumskarton 1979

76,2 x 101,6 cm

sign. num.

Auflage 181 Exemplare

Feldman/Schellmann II.198 - 203

[18773]


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 36 Seiten, im Format 16 x 16 cm.
Für den Betrag von à Euro 5 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.


Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeit den Katalog als PDF virtuell durchzublättern.

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Andy Warhol, "Joseph Beuys", Feldman/Schellmann II.245 - 247

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Joseph Beuys"

Folge von 3 Farbsiebdrucken, II.245 und II.247 mit Diamantstaub 1980

111,8 x 76,4 cm

sign. num.

Feldman/Schellmann II.245 - 247

[25251]

Andy Warhol, "Be a Somebody with a Body", registriert Andy Warhol Art Authentication Board, Inc.

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Be a Somebody with a Body"

Acryl und Siebdrucktusche auf Leinwand 1985

20,3 x 25,4 cm

sign. dat. bez.

registriert Andy Warhol Art Authentication Board, Inc.

[25626]


Pressetext



ANDY WARHOL
"Works from the 70s and 80s"

Ausstellung vom 13. Februar 2021 bis 18. April 2021

Im Studio der Galerie: ANDY WARHOL - "Works from the 70s and 80s"

Im Hauptraum und im Basement: "ACCROCHAGE – Neuankäufe und ausgewählte Exponate aus den Beständen"

Die vielfältigen Werke der Pop Art bilden einen Schwerpunkt im Programm der Galerie Boisserée. Ab dem 13. Februar zeigt die Galerie nun eine Auswahl druckgraphischer Arbeiten von Andy Warhol in einer Studioausstellung.

Andy Warhol (Pittsburgh 1928 – 1987 New York) verkörpert wie kein anderer das Wesen der Pop Art in der öffentlichen Wahrnehmung. Er erarbeitete Werke, die bis heute das kollektive Bewusstsein für die Kunstströmung Pop Art formen. Die direkte Adaption von Sehgewohnheiten und Techniken der Werbung und der Medien verleihen Warhols Werken die Spontaneität und ihre bis heute anhaltende Frische.

Im Laufe seines künstlerischen Schaffens arbeitete er mit verschiedenen künstlerischen Techniken. So entstanden ikonische Gemälde und er fand zu wegweisenden Ausdrucksformen in seinen Filmen. Umwälzend für die bildende Kunst war seine Idee, den bis dahin ausschließlich in der Gebrauchsgraphik genutzten Siebdruck zu seinem bevorzugten Medium zu wählen. Der Siebdruck erlaubte ihm die Wiederholung, Reihung und farbliche Variation ein und desselben Motivs. Die damit einhergehende Einfachheit und die plakative Gestaltung tragen zu Warhols unverkennbarem Stil bei. Die Option der Vervielfältigung ermöglichte es ihm zudem, Kunst in einer gewissen Form zu demokratisieren. Mit den Siebdrucken ebnete Warhol den Weg für ein neues Selbstverständnis graphischen Arbeitens in der Kunst. Sie wurden zum vorrangigen druckgraphischen Medium der gesamten Pop Art.

Die Ausstellung im Studio der Galerie konzentriert sich auf Farbsiebdrucke aus den siebziger und achtziger Jahren. Gezeigt werden Motive, die für sein gesamtes Werk als typisch zu bezeichnen sind. Portraitarbeiten, Ansichten von Gegenständen und Sehenswürdigkeiten. Die Arbeiten lassen Entwicklungen innerhalb seines Schaffens nachvollziehen, wie etwa eine zunehmende Fokussierung auf die Linie und auf farbige Schatten oder die Einflüsse aus Fotographie oder Collage. Mit den Arbeiten "Cow", "Vesuvius", "Be a Somebody with a Body" oder dem Portrait von Joseph Beuys umfasst die Ausstellung weltberühmte Motive.

Die Ausstellung im Studio wird begleitet von einer Accrochage mit Neuankäufen und Werken aus den Beständen der Galerie. Zu sehen sind zeitgenössische Arbeiten und Werke der klassischen Moderne und des Informel. Die Galerie ist aufgrund der aktuellen Maßnahmen geschlossen, aber telefonisch und per E-Mail erreichbar. Beide Ausstellungen können sowohl von außen durch die Schaufenster als auch online besichtigt werden. Zur Studioausstellung mit den Werken von Andy Warhol ist ein begleitender Katalog erschienen.



Sie können sich alle Exponate der Ausstellung hier ansehen.


Andy Warhol, "Truck 1985", Feldman/Schellmann II.367 - 370

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Truck 1985"

Folge von 4 Farbsiebdrucken 1985

100 x 100 cm

sign. num.

Auflage 105 Exemplare

Feldman/Schellmann II.367 - 370

[25424]


Parallel zeigen wir in den anderen Räumen und Schaufenstern der Galerie:



13.02.–18.04.2021

ACCROCHAGE
Neuankäufe und ausgewählte Exponate aus den Beständen

Ian Davenport, "The Four Seasons"

Ian Davenport

(geb. 1966 Sidcup, Kent, England)

"The Four Seasons"

komplette Folge von 4 Farbradierungen

Farbradierungen auf aufgewalztem Chinapapier 2019

je 115 x 113 cm, Pr. je 96,4 x 96,4 cm

sign. num. dat.

Auflage jeweils 30 Exemplare

[25313]

Imi Knoebel, "ANIMA MUNDI 38-4 Ed. II",  IK/E 521

Imi Knoebel

(geb. 1940 Dessau)

"ANIMA MUNDI 38-4 Ed. II"

4teilige Serie

Collage, Acryl auf Kunststofffolie gemalt 2009/2010/2011

37 x 29 cm

sign. num. dat. bez. bet.

Auflage 3 Exemplare

IK/E 521

[25645]

Alex Katz, "Ada X 2"

Alex Katz

(geb. 1927 Brooklyn, NY)

"Ada X 2"

farbiger Pigmentdruck 2020

81 x 122 cm

sign. num.

Auflage 150 Exemplare

[25616]

Tom Hammick, "Red Run"

Tom Hammick

(geb. 1963 in Tidworth, UK)

"Red Run"

Farbholzschnitt (Reduktionsmethode) (Farbunikat) 2019

153 x 122 cm

sign. num. dat. bez. bet.

Auflage 8 Exemplare

[25064]

3D Button


2020 erschien ein umfangreicher Bestandskatalog der Galerie mit 288 Seiten.
Für den Betrag von Euro 10 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie erhältlich.

Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeit den Katalog als PDF virtuell durchzublättern.

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ACKERMANN ALBERS BASELITZ BAUMGARTNER BOURGEOIS BRAQUE BRODWOLF CAULFIELD CHAGALL CHILLIDA CHRISTO CLAVÉ CLÉMENT CORNEILLE DAHMEN DAVENPORT DOIG ERNST ESTÈVE FLECK FRANCIS HAMILTON HAMMICK HARTUNG HIRST HOCKNEY HUGHES INDIANA JUDD KAWS KATZ KLINGE KNOEBEL KOUNELLIS LÉGER LEWITT LICHTENSTEIN MAGRITTE MARINI MARTÍN DE LUCAS MATISSE MELLADO MIRÓ MOTHERWELL NEWTON OPIE PICASSO PIJUAN POLIAKOFF RIERA SAURA SCHUMACHER SCULLY SOULAGES TÀPIES VOSS WARHOL WENDELS WOU-KI ZAO
ILLUSTRIERTE BÜCHER

Karl Fred Dahmen, "Peinture", Weber 009.61 - B 0731

Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Peinture"

Mischtechnik auf Leinwand 1961

85 x 78 cm

sign. dat. bez.

Weber 009.61 - B 0731

[25369]

Georg Baselitz, "Maler im Mantel - drei Streifen (Remix)"

Georg Baselitz

(geb. 1938 in Deutschbaselitz)

"Maler im Mantel - drei Streifen (Remix)"

Farbvariante in Grün, Rosa und Gelb

Holzschnitt auf verschiedenfarbig grundiertem Japanpapier 2008

123,8 x 70 cm, Abb. 99,7 x 50 cm

sign. dat. bez.

Auflage ca. 20 Exemplare

[24928]

Eduardo Chillida, "Esku XV", van der Koelen 77003

Eduardo Chillida

(San Sebastián 1924 - 2002 San Sebastián)

"Esku XV"

(Hand XV)

Kaltnadelradierung 1977

60 x 50,5 cm, Pr. 9,4 x 10 cm

sign. num.

Auflage ca. 55 Exemplare

van der Koelen 77003

[25153]


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